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ISSN 1862-0450  |  92. Jahrg.  |  Freitag, der 3. September 2010

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Faschistischer/zionistischer Aufmarsch in Hamburg geplant

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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 15:35    Titel: Faschistischer/zionistischer Aufmarsch in Hamburg geplant

Hamburg (drf) - Im Oktober gelang es Demokraten und Antifaschisten noch, eine Aufführung des zionistischen Propaganda-Films „Warum Israel“ in Hamburg zu verhindern. Nun mobilisiert die faschistisch/zionistische "Antideutsche" Szene unter dem Label „Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten“ bundesweit zu einer Zusammenrottung am 13. Dezember, bei der besagter Streifen erneut zur Aufführung gelangen soll.

http://Die-Rote-Fahne.eu/upicts/9_schlagtimperialerechteantifa420_1.gifNeben verschiedenen Sekten der zionistischen "Antideutschen" Szene haben zu dem Aufmarsch auch Gruppen aufgerufen, die sich selbst als "links" präsentieren und somit versuchen eine Querfront zwischen Zionismus einerseits und Demokraten und Linken aufzubauen.
Darunter befindet sich auch der sog. „BAK Shalom“, ein zionistischer Arbeitskreis, welcher in der SED/PDS/Linken operiert und von dort aus gegen Sozialisten und Antifaschisten hetzt. Dieses zionistische Treiben geschieht offenbar mit Duldung der Parteiführung.

Ferner beteiligen sich weitere kleine Gruppen, wie die „Prozionistische Linke Frankfurt“, die ganz offen den Zionismus propagieren.
Diese Gruppen postulieren nach aussen einen "linken" Anspruch in Verbindung mit der faschistischen Ideologie des Zionismus - also eine Art Nationalsozialismus, nur das hierbei das Nationale auf Israel bezogen ist.

Gegen das faschistisch/zionistische Treiben in Hamburg hat sich unterdessen eine Initiative aus Antifaschisten, Demokraten und Sozialisten gebildet, die unter der Bezeichnung „Bloßstellungen grober Hamburger Unzulänglichkeiten“ an die Öffentlichkeit getreten ist.

Die Antifaschisten rufen die demokratische Öffentlichkeit auf, sich dem Aufmarsch der Zionisten entgegen zu stellen.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Auftaktkundgebung: 13.30 Uhr Rote Flora, Achidi-John-Platz 1, 20357 Hamburg
Abschlusskundgebung: 15.00 Uhr B-Movie, Brigittenstr. 5, 20359 Hamburg


siehe zum Thema auch:

>> DOSSIER: Israel / Zionismus

>> Die ethnische Säuberung Palästinas - Interview mit Ilan Pappe

>> Mit der "neuen (linken) Rechten" schnurstracks in die EU-Diktatur?

>> Club Voltaire - Laufburschen der imperialen Rechten hetzen gegen Antifaschisten und jüdischen Intellektuellen

>> Das Imperium schlägt zurück - und schickt seine neue SA

>> Antideutsche Provokation in Frankfurt/Main verhindert - Veranstaltung der Gruppe Arbeiterfotografie im Club Voltaire

>> Zur Verhinderung der „Antideutschen“ Veranstaltung am 25. Oktober 2009 im B-Movie


 
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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 22:42    Titel: Sozialistische Linke (SoL) zeigt den Film „Warum Israel“ von Claude Lanzmann

Sozialistische Linke (SoL) zeigt den Film „Warum Israel“ von Claude Lanzmann im B5

Hamburg (SoL) - Am Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 17.00 Uhr wird die Gruppe Sozialistische Linke (SoL) den Film „Warum Israel" von Claude Lanzmann im Internationalen Zentrum B5 in Hamburg zeigen. Im Anschluss an die Filmvorführung lädt SoL alle interessierten Gäste zu einer Diskussion ein.

Aktivisten von SoL hatten sich am 25. Oktober 2009 daran beteiligt, eine Veranstaltung im benachbarten Kino B-Movie, das Mitnutzer von Räumen der B5 ist, zu verhindern. Dort wollte die „antideutsche" Gruppe Kritikmaximierung Hamburg den Lanzmann-Film präsentieren.

Mit der Filmvorführung am 09. Dezember soll nun deutlich gezeigt werden, dass der Grund dieser Aktion nicht, wie vielfach fälschlicherweise behauptet wurde, eine Kulturzensur jüdischer Werke war.
Es ging den Aktivisten vielmehr darum, zu verhindern, dass der Film von einer „antideutschen" Gruppe instrumentalisiert und für die Verbreitung ihrer bellizistischen Ideologie sowie islamophober Vorurteile benutzt wird.

Der umstrittene Film „Warum Israel" des Regisseurs Claude Lanzmann bedarf einer kritischen Würdigung, die mit unserer Veranstaltung ermöglicht werden soll.
In Anerkennung der Tatsache, dass Lanzmanns Filme zum Teil als wichtige Beiträge zur Aufarbeitung der Shoah gelten, soll die Diskussion im Anschluss an die Filmvorführung Gelegenheit bieten, sich mit den mittlerweile zum Neokonservatismus gewendeten Positionen des Regisseurs zu befassen.

Lanzmann unterstützt israelische Kriege gegen die palästinensische Bevölkerung, verherrlicht das Militär - wie in seinem Film „Tsahal" mehr als deutlich zutage tritt - und vertritt die chauvinistische Auffassung, ein Menschenleben sei in Israel mehr Wert als anderswo.

„Wir halten es für wichtig, dass dieser Film in einem Rahmen gezeigt wird, in dem ein demokratisches und einschüchterungsfreies Diskussionsklima herrscht und in dem nicht jede Kritik am Handeln der israelischen Regierung sofort als ‚antisemitisch' bezeichnet wird. Eine solche Filmvorstellung darf nicht von „antideutschen" neokonservativen Kriegsverherrlichern instrumentalisiert werden“, erklärt SoL.

SoL ist es ein Anliegen aufzuzeigen, dass der Kampf gegen den Antisemitismus eine politische Positionierung gegen „antideutsche" Gruppen einschliessen muss.

„Im Kampf gegen antisemitische Ideologie muss aufgedeckt werden, dass der Philosemitismus „antideutscher" und anderer neokonservativer Gruppen eine heute in Deutschland sehr populäre Form des alltäglichen Antisemitismus ist. Die Behauptung von „Antideutschen" einer vermeintlichen positiven Andersartigkeit „der Juden" basiert auf nichts anderem als auf alten judäophoben Stereotypen und ist damit nur die Kehrseite der antisemitischen Medaille“, kritisiert SoL weiter.

„Die antiemanzipatorische Ausrichtung des „antideutschen" Philosemitismus' offenbart sich auch in seiner Aufteilung in ein „Zwei-Klassensystem": Die Solidarität der „Antideutschen" gilt bloß rechten zionistischen Jüdinnen und Juden.
Diaspora- Jüdinnen und -Juden und linke Jüdinnen und Juden hingegen, die nichtzionistisch oder antizionistisch sind und/oder gar die Staatspolitik Israels kritisieren, werden von den „Antideutschen" und anderen Neokonservativen unter Anwendung antisemitischer Klischees als ‚Verräter' oder ‚selbsthassende Juden' verteufelt“.


Medienvertreter sind nach vorheriger Anmeldung zu unserem Film- und Diskussionsabend herzlich willkommen. Photo-, Ton- und Filmaufnahmen sind nur nach vorheriger Absprache mit SoL möglich.
Rassisten und Antisemiten sind - wie gewöhnlich - von der Teilnahme an Veranstaltungen in der B5 ausgeschlossen.
 
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